Herstellen, Lagern, KochenVom Keller auf den Teller

Werbemotiv des Themenjahres 2018

Herstellen

Ob Bier oder Wein, Wildfleisch oder Fisch, Obst oder Gemüse: Die Herstellung der Lebensmittel war in früheren Jahrhunderten sehr aufwendig.

„Flussgemüse“ statt Fleisch

Die Fischzucht war für die Maulbronner Mönche von großer Bedeutung. Sie legten ein einzigartiges Teichsystem an.

Historische Abbildung, Gesamtanlage von Kloster und Schloss Salem
Die reichste Abtei am Bodensee

Mit einem ausgeklügelten Wirtschaftssystem verwalteten die Zisterzienser ihren Landbesitz und erreichten großen Reichtum.

Älteste Darstellung eines Bierbrauers in Deutschland, Mönch mit sechszackigem Brauerstern, aus dem Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung von 1425
Hopfen und Malz, Gott erhalt´s

Die Bierherstellung diente den Benediktinern als wichtige Einnahmequelle. Zugleich war Bier eine Fastennahrung.

Blick vom See zur Meersburg und dem Neuen Schloss
Edle Tropfen vom Bodensee

Seit dem 13. Jahrhundert wurde der Weinbau rund um Schloss Meersburg durch die Konstanzer Fürstbischöfe gefördert.

Obstgarten im Schwetzinger Schlossgarten im Herbst
VOM NUTZGARTEN ZUM BESUCHERMAGNET

Im Garten des Schwetzinger Schlosses züchtete man Obstbäume, auch um die Bevölkerung zu versorgen.

Wildschweinjagd bei Bebenhausen, Federzeichnung laviert, 1576
Ein Privileg des Adels

Wildfleisch wurde schon immer gerne gegessen. Doch das Jagen war auch Zeitvertreib des Adels.


Prälaturkeller von Kloster Salem

Transportieren und Lagern

Für die Lagerung von Getreide, Wein oder Eis waren Fachleute zuständig. Auch der Transport von Waren über Flüsse und Straßen galt als schwierig.

Luftaufnahme der Wirtschaftsgebäude des Klosters Maulbronn
Mittelalterlicher Grossbetrieb

Kloster Maulbronn hatte eine bedeutende Landwirtschaft: Der große Fruchtkasten und die Mühle zeugen davon.

Ansicht des Fassbaus von Schloss Heidelberg
Lagern, trinken, feiern

Hier befand sich das große Fass mit den Weinvorräten für Schloss Heidelberg. Direkt daneben feierten die Kurfürsten.

Schloss Schwetzingen, Gartenfront mit Arionbrunnen im Winter
Kühles für die Kurfürsten

Um Speisen und Getränke frisch zu halten, richtete man im 18. Jahrhundert bei Schloss Schwetzingen einen Eiskeller ein.

Schloss Weikersheim, Rittersaal, Detail aus Lambrisbild
Austern für den Grafenhof

Die Grafen wollten standesgemäß speisen. Dafür wurden Lebensmittel über weite Strecken bis nach Weikersheim transportiert.


Werbemotiv des Themenjahres 2018

Kochen

Es ist eine Kunst: Aus überlieferten Kochbüchern, Küchenordnungen und Personallisten der Hofküchen lassen sich spannende Fakten herauslesen.

Deckenfresko im Tafelzimmer im Neuen Schloss Tettnang
Vom Leibkoch aufgezeichnet?

Ein altes Buch mit 800 Rezepten auf 525 handgeschriebenen Seiten gibt Auskunft darüber, was in Tettnang gegessen wurde.

Titelblatt vom Kochbuch Bernhard Buchingers aus dem Jahre 1700
NUR BEDINGT REGELKONFORM

Der Abt in Kloster Maulbronn verfasste ein Kochbuch mit über 1.000 Rezepten. Nicht alle passten zum strengen Klosterleben.

Blick in das Tafelzimmer mit Speisetafel
Versorgung aus Keller und Küche

Die Grafenfamilie in Schloss Weikersheim, ihr Hofstaat und zahlreiche Bedienstete mussten – ihrem Rang gemäß – verköstigt werden.

Residenzschloss Ludwigsburg, Soirée Royale
Alltag in der Hofküche

Eine große Zahl von Bediensteten sorgte in Schloss Ludwigsburg dafür, dass die Speisen auf die königliche Tafel gelangten.

Residenzschloss Rastatt
Klar geregelt

Die Zubereitung der Mahlzeiten in Schloss Rastatt unterlag strengen Regeln, an die die Hofküche genau zu halten hatten.

Ausschnitt aus einer Pietra-Dura-Tafel im Florentiner Kabinett von Schloss Favorite Rastatt
Von Lasur- und Kochkünsten

Ein Buch über Kunst, Medizin und Kochen mit eigenen Rezepten nutzte Markgräfin Sibylla Augusta für Schloss Favorite Rastatt.