Herstellen, Lagern, Kochen

Vom Keller auf den Teller

Werbemotiv des Themenjahres 2018; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Lothar Bertrams

Herstellen

Ob Bier oder Wein, Wildfleisch oder Fisch, Obst oder Gemüse: Die Herstellung der Lebensmittel war in früheren Jahrhunderten sehr aufwendig.

„Flussgemüse“ statt Fleisch

Die Fischzucht war für die Maulbronner Mönche von großer Bedeutung. Sie legten ein einzigartiges Teichsystem an.

Historische Abbildung, Gesamtanlage von Kloster und Schloss Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Beck

Die reichste Abtei am Bodensee

Mit einem ausgeklügelten Wirtschaftssystem verwalteten die Zisterzienser ihren Landbesitz und erreichten großen Reichtum.

Älteste Darstellung eines Bierbrauers in Deutschland, Mönch mit sechszackigem Brauerstern, aus dem Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung von 1425; Foto: Wikipedia gemeinfrei

Hopfen und Malz, Gott erhalt´s

Die Bierherstellung diente den Benediktinern als wichtige Einnahmequelle. Zugleich war Bier eine Fastennahrung.

Blick vom See zur Meersburg und dem Neuen Schloss; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Edle Tropfen vom Bodensee

Seit dem 13. Jahrhundert wurde der Weinbau rund um Schloss Meersburg durch die Konstanzer Fürstbischöfe gefördert.

Obstgarten im Schwetzinger Schlossgarten im Herbst; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Gerhard Raab

VOM NUTZGARTEN ZUM BESUCHERMAGNET

Im Garten des Schwetzinger Schlosses züchtete man Obstbäume, auch um die Bevölkerung zu versorgen.

Wildschweinjagd bei Bebenhausen, Federzeichnung laviert, 1576; Foto: Wikipedia gemeinfrei

Ein Privileg des Adels

Wildfleisch wurde schon immer gerne gegessen. Doch das Jagen war auch Zeitvertreib des Adels.


Prälaturkeller von Kloster Salem; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Lothar Bertrams

Transportieren und Lagern

Für die Lagerung von Getreide, Wein oder Eis waren Fachleute zuständig. Auch der Transport von Waren über Flüsse und Straßen galt als schwierig.

Luftaufnahme der Wirtschaftsgebäude des Klosters Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Mittelalterlicher Grossbetrieb

Kloster Maulbronn hatte eine bedeutende Landwirtschaft: Der große Fruchtkasten und die Mühle zeugen davon.

Ansicht des Fassbaus von Schloss Heidelberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Lagern, trinken, feiern

Hier befand sich das große Fass mit den Weinvorräten für Schloss Heidelberg. Direkt daneben feierten die Kurfürsten.

Schloss Schwetzingen, Gartenfront mit Arionbrunnen im Winter; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Kühles für die Kurfürsten

Um Speisen und Getränke frisch zu halten, richtete man im 18. Jahrhundert bei Schloss Schwetzingen einen Eiskeller ein.

Schloss Weikersheim, Rittersaal, Detail aus Lambrisbild; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Austern für den Grafenhof

Die Grafen wollten standesgemäß speisen. Dafür wurden Lebensmittel über weite Strecken bis nach Weikersheim transportiert.


Werbemotiv des Themenjahres 2018; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Lothar Bertrams

Kochen

Es ist eine Kunst: Aus überlieferten Kochbüchern, Küchenordnungen und Personallisten der Hofküchen lassen sich spannende Fakten herauslesen.

Deckenfresko im Tafelzimmer im Neuen Schloss Tettnang; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Katharina Dietz

Vom Leibkoch aufgezeichnet?

Ein altes Buch mit 800 Rezepten auf 525 handgeschriebenen Seiten gibt Auskunft darüber, was in Tettnang gegessen wurde.

Titelblatt vom Kochbuch Bernhard Buchingers aus dem Jahre 1700; Foto: Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

NUR BEDINGT REGELKONFORM

Der Abt in Kloster Maulbronn verfasste ein Kochbuch mit über 1.000 Rezepten. Nicht alle passten zum strengen Klosterleben.

Blick in das Tafelzimmer mit Speisetafel; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Versorgung aus Keller und Küche

Die Grafenfamilie in Schloss Weikersheim, ihr Hofstaat und zahlreiche Bedienstete mussten – ihrem Rang gemäß – verköstigt werden.

Residenzschloss Ludwigsburg, Soirée Royale; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler

Alltag in der Hofküche

Eine große Zahl von Bediensteten sorgte in Schloss Ludwigsburg dafür, dass die Speisen auf die königliche Tafel gelangten.

Residenzschloss Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Klar geregelt

Die Zubereitung der Mahlzeiten in Schloss Rastatt unterlag strengen Regeln, an die die Hofküche genau zu halten hatten.

Ausschnitt aus einer Pietra-Dura-Tafel im Florentiner Kabinett von Schloss Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg,, Andrea Rachele

Von Lasur- und Kochkünsten

Ein Buch über Kunst, Medizin und Kochen mit eigenen Rezepten nutzte Markgräfin Sibylla Augusta für Schloss Favorite Rastatt.


Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH